Von Walter Schubert erschienen am 07.05.2012 in der Bergischen Morgenpost
Das Frühlingsfest auf dem Gelände der Werkstatt Lebenshilfe fiel zwar nicht ins Wasser, litt aber doch unter dem schlechten Wetter am Wochenende. Dennoch überwog die gute Stimmung bei Veranstaltern und Gästen.
Da klang Enttäuschung durch: „Anfang Mai ist doch eigentlich ein guter Termin für ein Frühlingsfest“, sagte Jürgen Löhmer, Vorsitzender der Lebenshilfe Rhein-Wupper. „Aber das Wetter meint es heute nicht gut mit uns.“ Allerdings: Es regnete, und mit nur acht Grad war es auch nicht frühlingshaft warm. Dennoch: Die Stimmung der angesichts des Wetters doch noch zahlreichen Besucher, die am Samstag den Weg zur Lebenshilfe in Altenhöhe gefunden hatten, war gut. Fleißige Helfer hatten auf dem Hof eine Zeltstadt errichtet, es duftete nach Waffeln und Bratwurst, und auf einer großen Bühne gab es ein tolles, abwechslungsreiches Musikprogramm. Der hauseigene Chor startete das Programm, der Kindergarten St. Apollinaris brachte ein Ständchen, und das Instrumental-Ensemble „Pure Feeling“ bekam Riesenapplaus. Ulrich Burkhard, Leiter der Musikschule Wermelskirchen, betreut diese Gruppe. Menschen mit unterschiedlichen Behinderungen machen darin Musik. Da stimmt nicht jeder Ton, und auch der Rhythmus passt nicht immer. Aber das Gesamtergebnis stimmt: „Wir machen etwas zusammen, wir machen Musik, und wir können auch etwas.“
Zum Aufwärmen konnten die Besucher auch in die Werkstatt gehen. Zum Beispiel in das große Café, wo ein beachtliches Kuchenbuffet aufgebaut war. Auf dem Weg dorthin waren Bilder und Collagen ausgestellt. „Das Kunstprogramm haben wir eingerichtet für Menschen mit Mehrfachbehinderung“, erklärte Karl-Heinz Schwarz, Geschäftsführer der Lebenshilfe-Werkstatt. „Diese Menschen können nicht in der Werkstatt eingesetzt werden. Aber mit den eigenen Bildern stellen auch sie etwas her.“ Im Eingangsbereich wurde an Rennsimulatoren um beste Rundenzeiten gekämpft. Draußen auf der Bühne sangen derweil die „Lucky Kids“, ein Kinder- und Jugendchor der Rheinischen Musikschule, Köln. Die Kindertagesstätte Wirtsmühle präsentierte Lieder und Tanz, gefolgt vom Seniorenchor „Spätlese“ aus Köln.
Zwischen dem Musikprogramm gab’s immer wieder Mitmachgymnastik. Trinklieder zum Mitsingen hatte der Männerchor „Frisch vom Bass“ mitgebracht. Und dann waren wieder die Kleinsten an der Reihe: „Die Vogelhochzeit“ von Rolf Zuckowski, präsentiert von Kindern aus der Kita Wellerbusch. Zum Ende des Bühnenprogramms trat dann der Kölner Jugendchor St.Stephan auf. Mit diesem Chor hat die Lebenshilfe gerade eine kooperative Partnerschaft vereinbart. Zukünftig will man sich bei verschiedenen Projekten gegenseitig unterstützen.
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